Das Tagebuch der Anne Frank als Graphic Novel

Vor kurzem wurde wieder Anne Frank gedacht, denn im Juni wäre sie 90 Jahre alt geworden. Mit ihrem Tagebuch konnte sie Millionen von Menschen die schreckliche Zeit des zweiten Weltkrieges näherbringen. Ihre Geschichte ist nun auch als Graphic Novel herausgekommen – eine gelungene Adaption, die hoffentlich noch viele weitere interessierte Leser gewinnt.

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Daniela Krien: Die Liebe im Ernstfall

Wer nur den Titel liest, könnte kitschigen Content vermuten, wer weiter liest, der bekommt einen wunderbar traurig-realen Roman vorgesetzt, der nicht so schnell aufhören sollte. Daniela Kriens drittes Buch lässt uns schaudern, verzweifeln und zugleich beglückt auf das Leben schauen.

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Ferdinand von Schirach: Kaffee und Zigaretten

Von Zigaretten halte ich persönlich ja nichts, Kaffee dagegen brauche ich fast täglich. Und wenn einer meiner Lieblingsautoren sein neues Werk „Kaffee und Zigaretten“ nennt, zögere ich natürlich nicht und laufe gleich los um es mir zu besorgen. Keine schlechte Idee, denn von Schirachs Sammlung kurzer Geschichten und Essays sind klug, einfallsreich und lesenswert.

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Ebook Nele Neuhaus Muttertag

Nele Neuhaus: Muttertag

Mit ihren Krimis landet die Autorin Nele Neuhaus regelmäßig in den Bestseller-Charts. „Muttertag“ ist bereits der neunte Fall von Pia Sander und Oliver von Bodenstein. Bisher hatte ich noch kein einziges ihrer Bücher gelesen. Die beiden Ermittler waren mir auf Anhieb sympathisch und nun bereue ich ein wenig, dass ich sie erst jetzt entdeckt habe.

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Sebastian Fitzek: Der Insasse

Ein Psychothriller ist ein Psychothriller ist ein Psychothriller. Sebastian Fitzek nimmt das Genre ernst. Sehr ernst. Seit seinem Debüt „Die Therapie“ 2006 hat er zahlreiche Bücher geschrieben und nun seinen 18. Roman veröffentlicht. Und fast alle sind absolute Pageturner. Innerhalb von zwei Tagen war ich mit „Der Insasse“ durch, denn der Autor macht es einem unmöglich das Buch zur Seite zu legen.

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Laetitia Colombani: Der Zopf

Schon lange befindet sich das Buch der französischen Schauspielerin und Regisseurin in den Charts, aber so richtig angesprochen haben mich Cover und Titel nicht. Irgendwann sah ich es dann in der Stadtbibliothek stehen und habe mich doch dafür entschieden es zu lesen. Zum einen hatte ich schon einige gute Rezensionen gelesen, zum anderen will ich irgendwann ja doch mal die Top Ten der Bestsellercharts gelesen haben.

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Holm Friebe, Kathrin Passig: Das nächste große Ding

Richtig gute Kolumnen brauchen viel Hirnschmalz, doch wenn sie mit viel Wissen und einer gewissen Beobachtungsgabe geschrieben sind, dann gibt es auch viele begeisterte Leser. Mit der Berliner Zeitung hatte ich bisher nie etwas zu tun, deshalb sind mir auch die Kolumnen von Holm Friebe und Kathrin Passig leider durch die Lappen gegangen. Umso schöner finde ich, dass der Verbrecher Verlag (ja, der heißt wirklich so), einige besonders gute als Buch herausgegeben hat.

Die Sammlung ist 2006 herausgekommen, die Kolumnen wurden 2004 und 2005 in der Zeitung veröffentlicht und ich bin erst jetzt darauf aufmerksam geworden, da eine Kategorie in der MüHeiHaMaFraLeCha „Eine Kolumnensammlung“ ist. Eine gute Idee und deshalb habe ich mir ohne viele Gedanken zu machen, das dünne weiße Büchlein bestellt.

Ich muss sagen, ich war wirklich überrascht. Gut zehn Jahre alt sind die Texte, doch man meint, man steigt in eine Zeitmaschine und katapultiert sich zurück ins letzte Jahrtausend. Wenn man mal genauer nachdenkt, ist es wirklich unglaublich was in den vergangenen 10 bis 20 Jahren technisch passiert ist. Zum Beispiel vom Handy-Knochen mit dem man telefonieren, SMS schreiben und Snake spielen konnte (und auch das war zu dieser Zeit schon unglaublich) zum heutigen Smartphone, das einige Zeitgenossen nie aus der Hand zu legen scheinen.

In den Kolumnen fokussieren sich die beiden vor allem auf technische Themen, wie sich das Internet weiterentwickelt, was noch kommen wird und unglaublich ist, dass sie wirklich ein paar Dinge voraussagen, doch am spannendsten fand ich diesen Rückblick. Wisst ihr noch seit wann ihr Google nutzt? Oder seit wann es die Suchmaschine gibt? Google Maps? Google Mail? Wenn man mal darüber nachdenkt, ist mir wieder eingefallen, dass alle total heiß auf Google Mail waren und man eine Einladung brauchte.

In einer Kolumne wird auch Google Maps thematisiert, das es erst seit kurzem gab und eigentlich nur in den USA, Kanada und Großbritannien genutzt werden konnte, das es in den anderen Ländern zu viele weiße Flecken gab. Unglaublich, oder? Ich glaube ich gucke dreimal täglich auf Google Maps und kann mir kaum vorstellen wie das vorher funktioniert hat. Doch, wenn ich genauer darüber nachdenke… auch in den Zeiten bevor es Internetflats gab, war es so: Man guckte auf die Landkarte, hielt dann und wann am Straßenrand und guckte nochmal genauer drauf. Irgendwie war das ganz schön entspannende und meist ziemlich nervig.

Ich kann die Kolumnensammlung „Das nächste große Ding“ nur empfehlen. Nicht nur als kurze „Zeitreise“, sondern vor allem, um sich mal klar zu machen wie sehr wir uns selber – in unserem Medienverhalten – in den vergangenen Jahren geändert haben. Darüber mal länger als nur ein paar Sekunden nachzudenken ist es auf jeden Fall wert, würde ich sagen.

Infos:

Das nächste große Ding: Neues von den Fronten des Fortschritts von Holm Friebe und Kathrin Passig ist im Verbrecher Verlag erschienen (2007)

96 Seiten

ISBN: 9783935843683

8 Euro für das Taschenbuch

Bestsellerpotential?

Nein, denn Kolumnen sind nicht jedermanns Sache, außerdem sind die Themen auch sehr spezifisch und techniklastig. Trotzdem ein großartiges Buch!