Nele Neuhaus: Muttertag


Mit ihren Krimis landet die Autorin Nele Neuhaus regelmäßig in den Bestseller-Charts. „Muttertag“ ist bereits der neunte Fall von Pia Sander und Oliver von Bodenstein. Bisher hatte ich noch kein einziges ihrer Bücher gelesen. Die beiden Ermittler waren mir auf Anhieb sympathisch und nun bereue ich ein wenig, dass ich sie erst jetzt entdeckt habe.

Richtig dicke Schinken schreibt die Münsteranerin Nele Neuhaus. Auf 560 Seiten bringt es „Muttertag“, für einen Krimi ist das nicht ohne. Und bei Frau Neuhaus ist das offenbar Programm, einige der Vorgänger sind ebenfalls deutlich über 500 Seiten lang. Lohnt es sich denn, solange dabei zu bleiben?

Ermittler mit Ecken und Kanten

Ich finde ja, denn es wird zu keiner Zeit langweilig. Die beiden Ermittler Pia Sander (Ehemalige Kirchhoff, deswegen heißen die Krimis oft Kirchhoff/Bodenstein) und ihr Kollege Oliver von Bodenstein sind nicht nur gute Ermittler, sondern auch ganz besondere Menschen. Sie haben ihre Macken, ihre privaten Geschichten, die nicht immer ganz rund laufen und trotzdem verlieren sie ihr Ziel nicht aus den Augen.

Wer ist der Muttertagsmörder

Das Buch beginnt mit dem Tod des 86-jährigen Theo Reifenrath. Kein Mord, sondern ein natürlicher Tod, so scheint es. Doch als in seinem Garten menschliche Knochen gefunden werden, beginnen die richtigen Ermittlungen. Hat der alte Mann tatsächlich junge Frauen getötet und hinterm Haus vergraben? Die Polizei findet schließlich heraus, das ein Serienmörder hinter den Taten steckt, doch was tut man, wenn er schon tot ist oder war es doch jemand ganz anderes? Und warum sind alle Frauen rund um den Muttertag verschwunden?

Spannung bis zum Schluss

Fragen über Fragen, die ich mir auch im Laufe der Geschichte gestellt habe. Nele Neuhaus schafft es, diese verschiedenen Erzählstränge gut miteinander zu vernetzen. Es bleibt spannend und unterhaltsam, weil sich die Erzählperspektiven ständig ändern und das hält den Leser die mehr als 500 Seiten bei der Stange. Vor allem das was abseits des Falls, also bei den beiden Ermittlern passiert, war für mich interessant, denn es geht nicht nur um den Fall, sondern auch um zwei Menschen, die zwar bei der Polizei arbeiten, aber natürlich auch ihr ganz normales Leben haben, der eine mehr, der andere weniger.

Gute Unterhaltung

Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen, tatsächlich habe ich noch andere Bücher von Nele Neuhaus im Regal, die da schon seit Jahren auf mich warten. Nachdem ich jetzt „Muttertag“ gelesen habe, bin ich wirklich neugierig auf die anderen Fälle geworden. Ich denke, ich fange ganz vorne an, mit dem ersten Fall von Kirchhoff und Bodenstein.

Wer also einen Krimi sucht, der gut unterhält, der ist bei Nele Neuhaus richtig!

Infos:

„Muttertag“ von Nele Neuhaus ist bei Ullstein erschienen (19.11.2018).

560 Seiten
ISBN: 978-3-550-08103-3

Das Hardcover kostet 22,00 Euro, das E-Book 16,99 Euro, ein Taschenbuch ist noch nicht erschienen. (Stand: 26.03.2019)

Bestsellerpotential?

Na klar, die Krimis von Nele Neuhaus landen regelmäßig in den Top Ten der Bestsellercharts, auch dieses Buch war gleich ganz vorne mit dabei!

Weitere Rezensionen:

Schonhalbelf

Recensio online

Mattis Bücherecke

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