Sebastian Fitzek: Der Insasse


Ein Psychothriller ist ein Psychothriller ist ein Psychothriller. Sebastian Fitzek nimmt das Genre ernst. Sehr ernst. Seit seinem Debüt „Die Therapie“ 2006 hat er zahlreiche Bücher geschrieben und nun seinen 18. Roman veröffentlicht. Und fast alle sind absolute Pageturner. Innerhalb von zwei Tagen war ich mit „Der Insasse“ durch, denn der Autor macht es einem unmöglich das Buch zur Seite zu legen.

Den Namen Sebastian Fitzek kennt in Deutschland sicher jeder, der spannende Lektüre mag. Er ist bei Social Media sehr aktiv und seine Followerzahlen zeigen, dass er mehr drauf hat, als „nur“ Bücher zu schreiben. Im Herbst geht er auf wieder Lesetour und füllt ganze Hallen. Dieses Mal hat er ein klassisches Ensemble dabei. Ein Bestseller-Autor wie es sich ein Verlag nur wünschen kann. Doch was steckt hinter dem Erfolg?

Spannung bis zum Schluss

Sebastian Fitzek beherrscht es meisterlich, seine Leser in die Geschichte hineinzuziehen, gleichzeitig aber auch sie in die Irre zu führen. Man denkt, man ist auf der richtigen Spur, gleich wird es aufgeklärt und wird wieder enttäuscht, nein, nicht enttäuscht, sondern noch schlimmer getäuscht, denn die neue Entwicklung ist noch schrecklicher als man bisher annahm. Und seine Leser quälen, das macht dem Autor Spaß, wie man auch in diesem Video sieht:

Nervenkitzel und Ekel

So sehr ich die Geschichte von Till, dem Vater, der unbedingt wissen will, was mit seinem kleinen Sohn passiert ist, mag, so sehr habe ich mich teilweise auch geekelt, denn im Buch wird nicht nur ein Psychospiel gespielt, es hat zum Teil auch aus physischer Sicht sehr brutal zu. Das fängt schon damit an, dass kleine Kinder Opfer eines Serienmörders sind und das mag nicht jeder lesen. Zum Teil sind die Schilderungen auch sehr plastisch und auch das könnte den einen oder anderen abschrecken. Für mich war es gerade noch so erträglich, obwohl ich dieses Genre eigentlich mag.

Hollywood lässt grüßen

Ich mag Bücher, die in meinem Kopf zum spannenden Film werden, bei denen ich mir vorstellen kann, dass sie bald auf der Leinwand flimmern werden und auch das kann Sebastian Fitzek. Für manche Leser ist das ein Kritikpunkt, aber bislang habe ich durchweg fast nur positive Rezensionen gelesen. Ich halte dem Autor auch zugute, dass sein Buch in Berlin spielt und nicht nach Amerika verlagert wird, wie es manch deutscher Autor macht, um den erfolgreichen US-Schriftstellern nachzuhecheln. Rundherum ist das neue Buch von Fitzek wieder ein gut gelungener Psychothriller, den man nicht weglegen kann, der einen einerseits ekelt, andererseits aber auch so fasziniert und mitfiebern lässt.

Absoluter Lesetipp!

Infos:

„Der Insasse“ von Sebastian Fitzek ist bei Droemer Knaur erschienen (2018).

384 Seiten
ISBN: 978-3-426-28153-6

Das Hardcover kostet 22.99 Euro, das E-Book 14,99 Euro, ein Taschenbuch ist noch nicht erschienen.

Bestsellerpotential?

Natürlich! Jedes Buch von Sebastian Fitzek ist auf der Deutschen Bestseller Liste gelandet, „Der Insasse“ befindet sich derzeit auf Platz 4, war selbstverständlich schon mehrere Wochen auf Platz 1.

Weitere Rezensionen:

Ivy Booknerd

Magnificent Meiky

Janas Lesehimmel

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